Nach Texel
Da geht es wieder los…
Es ist wieder Ostern, und das bedeutet den Beginn der Saison. In der vergangenen bzw. den vergangenen Woche(n) hatten schon etliche Feriengäste unsere Insel wiedergefunden. Als ich am Montagmorgen eine Runde durch Den Burg und die Hema drehte, schoss mir ein „Ach ja“ durch den Kopf. Und nun, da das Osterwochenende losgebrochen ist, füllt sich unsere Insel weiter mit Gästen, die nach Texel strömen. Es sind zwar auch schon wieder ein paar Touristen abgereist, aber für jeden Touristen, der abreist, kommen sozusagen zehn zurück. Und all diese Touristen machen und halten wirklich Urlaub; sie fahren sechzig, wo achtzig erlaubt ist, bleiben ausgiebig stehen, um zu überlegen, welche Richtung sie einschlagen müssen, halten mitten auf den Fahrradwegen an und tun natürlich alles in einem sehr gemächlichen Tempo (sie haben schließlich Urlaub, also warum sollten sie sich beeilen?).
Texelanerin
Für mich als Texelanerin bedeutet das unter anderem, die großen Einkäufe wieder vor 10.00 Uhr oder nach 17.00 Uhr zu erledigen; die kleinen Einkäufe, die ich mit dem Fahrrad schaffe, kann ich auch zu einer anderen Zeit erledigen. Auch für mich bricht wieder die Zeit an, mich regelmäßig in mein Dorf zurückzuziehen, wo es ruhig ist und ich nicht dem chaotischen und nervigen Trubel vor allem in Den Burg und De Koog ausgesetzt bin. Und ich bin nicht die einzige Texelanerin, die darunter „leidet“.
Natürlich bin ich mir durchaus bewusst, dass unsere Insel den Touristenstrom braucht, damit die Texeler Wirtschaft gut läuft. Ohne sie wäre es um einiges schwieriger. Und es bringt auch wieder Leben auf unsere Insel.
Nach Texel
Es ist eher eine Frage davon, mich wieder umstellen zu müssen. Ich finde es eigentlich ganz angenehm, dass das Jahr in eine ruhige und eine geschäftige Saison unterteilt ist und dass sich beide wellenförmig abwechseln. Aber die Umstellung von ruhig auf geschäftig gelingt mir weniger gut als umgekehrt. Nun ja, ich bin damit aufgewachsen und kenne es inzwischen nicht anders. Ich muss nur daran denken, jetzt möglichst wenig freitags aufs Festland zu fahren, was allerdings schwierig ist, wenn ich Termine habe, die an keinem anderen Tag stattfinden können. Dann heißt es die Daumen drücken, dass es nicht so schlimm wird. Und … es lebe die Vorrangkarte nach Texel…
Zusammen mit dem Start der Saison beginnen auch wieder die üblichen Veranstaltungen, die von vielen Texelanern und Touristen besucht werden. Geselligkeit pur.
Hochsaison, Touristen, Trubel, Ärger und Geselligkeit. Das sind Wörter, die diese Jahreszeit kennzeichnen. Wir kommen nicht darum herum, also sollen sie ruhig nach Texel kommen. Umso eher können wir wieder umschalten…
Tineke Stiehl-Timmer